Mit der Honda Varadero von Nicaragua nach Alaska und zurück

¡Adios Mexico!

Chihuahua, 13.05.2017, Kilometerstand 38220, Start um 9:00 Uhr, 24º Celsius und sonnig.

4000 Kilometer bin ich bis jetzt gefahren, von Managua nach Chihuahua. Heute kommen etwas über 500 dazu. Als Tagesziel habe ich Douglas gewählt, der US-Grenzort gegenüber dem mexikanischen Agua Prieta. Ich hätte auch über Ciudad Juárez – El Paso oder über Nogales ausreisen können, aber mir erschien dieser kleinere Grenzübergang attraktiver, hoffte ich doch, dort keine Massen an Grenzgängern, und dementsprechende Warteschlangen, vorzufinden. Außerdem liegt zwischen Douglas und Tucson der kleine Ort Tombstone, den ich bei dieser Gelegenheit auch noch besuchen möchte.

Aber zunächst gab es mal wieder wüstenähnliche Bedingungen:

Nach dem kurzen Kurvenspaß durch die Hügel, die Grenze schon fast in Sicht, kommt auf einmal eine Baustelle nach der Anderen. Die Dicke und ich stauben uns mit einem weißen, wahrscheinlich kalkhaltigem, Staub ein. Dafür ist aber dann tatsächlich an der Grenze nicht viel los, nach etwa drei Minuten Wartezeit werde ich bereits herangewunken.

Der US-Grenzer ist sehr freundlich und – oder weil – auch Motorradfahrer. Er hätte auch eine Honda, sagt er, aber dieses Modell hätte er noch nie gesehen. Ich kläre ihn darüber auf, dass die Varadero nie in den USA auf den Markt kam, was ihn ziemlich gewundert hat.

Ich habe mich vor der Abfahrt im ESTA-Einreisesystem der USA angemeldet, wie man es üblicherweise vor Reisen in die USA immer macht. Das ist aber nur bei Flugreisen notwendig! Bei der Einreise über den Landweg oder den Seeweg ist die ESTA-Anmeldung nicht notwendig und wird auch nicht geprüft. Das Gleiche gilt für Kanada, darauf wird auch auf der ETA-Einreiseseite Kanadas hingewiesen.

Er schaut nur kurz in meinen Pass, die anderen Papiere wie Zulassung, Führerschein oder Versicherungsnachweis interessieren ihn nicht. Ich sage ich bräuchte einen Einreisestempel mit 90 Tagen Touristenvisum. Kurzerhand schließt er sein Büdchen und begleitet mich in ein Büro wo ich den Stempel bekommen soll. Das klappt auch recht fix und kostet nur 6.- USD. Ein weiterer Grenzer, der mal in Hanau stationiert war, testet seine restlichen Deutschkenntnisse mit mir und alle sind recht freundlich und interessiert an meiner Reise. Nach insgesamt vielleicht 10 bis 15 Minuten fahre ich bereits die restlichen 2 Meilen in meine bescheidene Unterkunft für diese Nacht.

Das „Travelers Motel“ hat schon bessere Zeiten gesehen, das Wasser im Pool ist grünlich, weshalb ich von einem Bad Abstand nehme, und die Dusche vorziehe. Aber Betty, die Besitzerin, ist freundlich und hilft mir, das etwas komplizierte WIFI System des Motels auf meinem iPhone einzurichten.

In Douglas ist nicht wirklich was los, ich vermute das Nightlife findet komplett auf der anderen Seite in Agua Prieta statt.

5 Kommentare

  1. Uwe Wesser

    hallo Bjorn,
    nun siehst Du einmal was ich schon immer am Stammtisch verkündet habe, das ein echter Ami immer freundlich und hilfsbereit ist. Du wirst jetzt auch bessere Strassenverhältnisse antreffen. Falls Du in Las Vegas in ein Spielcasino kommst, versuche an einen Craptable zu kommen. Dort hat man mit den beiden Würfeln die besten Chancen. Ich wünsche Dir eine angenehme Weiterfahrt in Richtung Norden. Alles gute von,
    Uwe

    • Bjorn

      Lieber Uwe, ja, bis jetzt waren die Amis sehr freundlich. Manche auch interessiert an meiner Tour. Las Vegas habe ich bereits verlassen und bin jetzt auf der Route 66. Morgen geht’s rauf an den Grand Canyon. Gespielt habe ich nicht in Las Vegas, aber alles angesehen!
      Bjorn

  2. Uwe Wesser

    Hallo Bjorn,
    wie verläuft Deine Weiterfahrt gen Norden? Durch Utah oder Nevada?Ich bewundere immer wieder Dein Organisationstalent den ganzen Bedarf für Deine mehrmonatige Reise nach Alaska auf der Dicken zu verstauen.Wir,
    Guisela und ich fliegen vom 1. bis 29.Juni nach Germanien.Den dafür notwendigen Lebensbedarf bekommen wir kaum in 2 Koffern und 2 Carryon unter.Ich frage mich nun an wem das nun liegt?An mir bestimmt nicht.
    Falls Du auf Deiner Nordroute zu weit westlich kommst solltest Du
    nicht versäumen den Yosemite National Park zu besuchen.Er liegt auf der Grenze Nevada zu California.Ich erinnere,dass es dort Campingplätze gibt.
    Viel Spass besonders mit den Bären dort .Uwe

    • Bjorn

      Hallo Uwe,
      Ich fahre über Utah nach Norden und nehme das Monument Valley, Mexican Hat, Salt Lake City und den Yellowstone Nationalpark mit. Den Yosemite Nationalpark besuche ich auf der Rückfahrt.
      Zum Gepäck: Ich reise ohne weibliche Begleitung, das spart schon einiges. Außerdem habe ich wenig Wäsche dabei, benutze lieber öfters die Laundry Machines. Kostet 1.50 $ das Waschen und 1.50 $ das Trocknen. Waschmittelpads habe ich dabei, muss nur immer fleissig Quarter sammeln.
      Auf die Bären freue ich mich!

      • Uwe Wesser

        Hallo Björn,
        Versuche mal ein Bad im Salt Lake zu nehmen.Ich habe seinerzeit im Salt Lake auf dem Rücken liegend die Zeitung gelesen ohne dabei unter zu gehen.Im Mormonen Tempel gab es eine Gedenktafel oder so etwas ähnliches woraus hervorgeht weswegen der alte Jonathan Smith die Vielweiberei bei den Mormonen eingeführt hat.Wenn ich mich recht erinnere lag es daran,dass bei den Indianerkriegen immer viele Männer umkamen und zuviele Frauen übrig blieben.Diese Frauen wurden dann auf die verbliebenen Männer verteilt.Somit bekamen sie dann wieder einen Ernährer.Aber was Dich wohl mehr interessiert sind die Rennstrecken die es auf den Salzebenen gibt.Heute wird sich wohl so einiges geändert haben seit den 60 er Jahren als ich dort war.
        Weiterhin viel Spass und geniesse jeden Tag Deiner Erlebnisreise Uwe

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